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E-Auto mit Solarstrom laden: Entscheidend ist, wann Auto und Überschuss zusammentreffen

E-Auto mit Solarstrom laden: Entscheidend ist, wann Auto und Überschuss zusammentreffen

Zwei Haushalte haben gleich große Photovoltaikanlagen und ähnliche Elektroautos. Ein Fahrzeug steht auch werktags zu Hause, das andere kommt erst nach der Arbeit zurück. Obwohl beide Dächer gleich viel erzeugen, kann die direkt zum Laden nutzbare Solarenergie sehr unterschiedlich sein.

Legen Sie deshalb bei der Planung die Erzeugungskurve neben den Tagesablauf des Autos. So erkennen Sie, welche Zeiten Sie tatsächlich nutzen können und wann eine Regelung hilft, die dem gemessenen Überschuss folgt.

Entscheidend ist, was nach dem Hausverbrauch übrig bleibt

Erzeugt die Anlage mittags 5 kW, verbrauchen Kochen, Kühlung und alle anderen laufenden Geräte einen Teil davon. Nur der Rest steht dem Auto zur Verfügung.

Hilfreich ist zu wissen, wie viel Energie das Haus aus dem Netz bezieht und einspeist. Am Wechselrichter sehen Sie die Erzeugung; für die Ladeplanung benötigen Sie zusätzlich den vor Ort nutzbaren Überschuss. Gibt es einen Hausspeicher, gehört auch er in dieselbe Bilanz.

Die Überschussleistung in kW kann sich von Moment zu Moment ändern. Die über längere Zeit gesammelte Energie wird in kWh gemessen. Beide Größen zusammen bestimmen das Ladeergebnis.

Drei sonnige Stunden, zwei Tagesabläufe

Das vereinfachte Beispiel verwendet Stundenmittelwerte, die wir je Abschnitt als konstant annehmen. Der Hausverbrauch enthält das Auto noch nicht.

ZeitraumErzeugungHausverbrauchVerbleibender Überschuss
11–12 Uhr4,8 kW1,3 kW3,5 kW
12–13 Uhr5,6 kW2,2 kW3,4 kW
13–14 Uhr4,2 kW0,9 kW3,3 kW

Im ersten Haushalt arbeitet jemand zu Hause; das Auto bleibt angeschlossen. Kann einphasiges Laden diesen Leistungen folgen, könnten theoretisch 10,2 kWh Überschuss durch die Wallbox ins Fahrzeug fließen.

Das zweite Auto kommt erst um 13 Uhr. Vom selben Mittagsüberschuss kann es nur die 3,3 kWh der letzten Stunde nutzen. Der Unterschied beträgt 6,9 kWh, obwohl die PV-Anlage unverändert ist.

In der Praxis können Regelung, Fahrzeug und Phasenlast die nutzbare Menge reduzieren. Die Werte beziehen sich auf die an der Wallbox gemessene Energie; in der Batterie kann weniger gespeichert werden.

Der Unterschied zeigt sich beim verbleibenden Nachladebedarf

Angenommen, beide Autos benötigen täglich 18 kWh an der Wallbox. Nach dem Mittagszeitraum fehlen dem ersten noch 7,8 kWh, dem zweiten 14,7 kWh. Diese Energie muss später aus Solarerzeugung oder Netzbezug kommen.

Damit lässt sich bereits entscheiden. Bei einem regelmäßig zu Hause stehenden Auto kann Überschussladen sinnvoll sein. Ist das Fahrzeug tagsüber meist unterwegs, eignen sich Wochenende oder Homeoffice-Tag besser.

Die jährliche PV-Erzeugung allein verrät das nicht. Direkter Eigenverbrauch hängt davon ab, ob das Auto bei tatsächlichem Überschuss zu Hause steht.

Ein Zeitplan ist einfach, Überschussregelung passt sich an

In der Zaptec-App können Sie Start- und Endzeit festlegen und in einem bekannten Tagesfenster laden. Die Schritte beschreibt die Zeitplan-Anleitung des Herstellers.

Ein fester Zeitplan kennt jedoch weder Wolken noch die nächste Verbrauchsspitze in der Küche. Überschussladen benötigt Messdaten, eine auswertende Regelung und eine steuerbare Wallbox. So kann die Leistung dem Tagesverlauf folgen.

Würde im ersten Beispielabschnitt von 11 bis 12 Uhr konstant mit 7,4 kW geladen, wären das 7,4 kWh. Zum Überschuss von 3,5 kWh kämen 3,9 kWh Netzenergie. Laden am Tag bedeutet also nicht automatisch Laden mit eigener Energie.

Wählen Sie für Zaptec eine konkrete Regelung

Zaptec beschreibt API- und OCPP-Anbindungen für Solarsteuerung von Go und Go 2. Externe Systeme können darüber die Wallbox regeln. Stromsteuerung per API setzt eine Online-Installation im Modus Default Charging voraus. Die Bedingungen stehen im Integrationsleitfaden von Zaptec.

Für Go bietet etwa evcc eine dokumentierte externe Anbindung, die ein Unterstützer-Token erfordert. Hinweise gibt die evcc-Dokumentation zu Zaptec Go. Zähler, Berechtigungen und Regelaufgaben sind im Gesamtsystem zu prüfen.

Die deutsche Zaptec-Sense-Seite beschreibt das Laden mit PV-Überschuss. Prüfen Sie vor der Planung dennoch, ob Netzform, Zählervariante und Installationskonfiguration für Ihr konkretes Vorhaben unterstützt werden. Den aktuellen Stand finden Sie auf der deutschen Zaptec-Sense-Seite.

Finden Sie ein Tagesfenster, das Sie wirklich nutzen

Wählen Sie einen Tag, an dem das Auto sicher zu Hause bleibt. Vergleichen Sie Erzeugung und Hausverbrauch im selben Zeitraum und notieren Sie den Energiebedarf bis zur Abfahrt.

So erkennen Sie, ob ein einfacher Tageszeitplan genügt oder die wechselnden Überschüsse automatisch verfolgt werden sollen – und wie viel Netzenergie zusätzlich nötig ist.

Wählen Sie eine Wallbox passend zu PV-Anlage und Alltag

Nennen Sie auf unserer Kontaktseite Wechselrichter, Fahrzeugmodell und die üblichen Standzeiten zu Hause. Wir helfen Ihnen bei der Auswahl von Zaptec-Modell und Integration.

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