Wenn Ihr Haus die PV-Erzeugung bereits erfasst, kann es sinnvoll sein, auch das E-Auto in das Energiemanagement einzubeziehen. Einen echten Alltagsnutzen bietet die Automatisierung, wenn sie den gemessenen Überschuss zum Laden nutzt und zugleich berücksichtigt, wann das Auto wieder benötigt wird.
Beschreiben Sie zunächst in einem Satz, welche Aufgabe die Steuerung übernehmen soll. Wählen Sie danach die passende Zaptec-Anbindung und das Energiemanagement aus und testen Sie den vollständigen Ablauf unter realen Bedingungen.
Beginnen Sie mit einem Tag, an dem das Auto zu Hause ist
Im Beispiel arbeiten Sie am Dienstag zu Hause, und das Auto bleibt bis zum Abend angeschlossen. Es soll möglichst den Überschuss nutzen, der nach dem übrigen Hausverbrauch verbleibt, und rechtzeitig für die geplante Abfahrt bereit sein.
Im Tagesverlauf schwankt die Erzeugung, während die Abfahrt näher rückt. Ein Diagramm kann diese Entwicklung sichtbar machen; um Ladezeit und Ladestrom tatsächlich anzupassen, ist jedoch eine Regelung erforderlich.
Lassen Sie sich genau diesen Ablauf vorführen. Die externe Lösung muss sowohl die Abfahrtszeit als auch eine gegebenenfalls nötige Ergänzung aus dem Netz berücksichtigen. Prüfen Sie beide Funktionen getrennt.
Drei Beteiligte arbeiten am selben Ziel
Die Hausmessung erfasst die Erzeugung und den übrigen Verbrauch. Das Energiemanagement verbindet diese Werte mit Ihrem Ladebedarf und gibt daraus einen passenden Rahmen vor. Innerhalb dieses Rahmens überträgt das Ladesystem die Energie an das Fahrzeug.
Zaptec beschreibt für Go und Go 2 API-Stromsteuerung und OCPP-1.6J-Solarintegration (Zaptec-Solarintegration). Darauf kann ein kompatibles Fremdsystem aufbauen.
Prüfen Sie, ob die Messung wirklich den Überschuss nach Abzug des Hausverbrauchs liefert und nicht lediglich die gesamte Erzeugung des Wechselrichters anzeigt.
So sollte der Dienstag ablaufen
Bleibt mittags ein Überschuss übrig, passt die Regelung den Ladevorgang daran an. Sobald ein großer Verbraucher im Haus startet oder Wolken die Erzeugung verringern, muss sie ihre Vorgabe entsprechend ändern.
| Situation | Systemaufgabe | Ihre Prüfung |
|---|---|---|
| Genügend Überschuss | Laden an gemessenen Rahmen anpassen | Gewählter Modus funktioniert |
| Freie Erzeugung sinkt | Nach festgelegter Regel reagieren | Grund für Verlangsamung/Warten ist erkennbar |
| Frühere Abfahrt | Neue Anforderung im vorgesehenen Regler verarbeiten | Manuelle Änderung ist sichtbar |
Diese Punkte beschreiben die Erwartungen im Beispiel und sind keine zugesicherten Standardfunktionen jedes Reglers. Lassen Sie sich deshalb alle drei Situationen mit der konkret geplanten Lösung zeigen.
Funktioniert der Ablauf wie vorgesehen, müssen Sie den Ladevorgang seltener beobachten und von Hand anpassen. Der belegbare Nutzen liegt zunächst in der übernommenen Aufgabe; eine finanzielle Ersparnis lässt sich ohne Ihre Preise und Ihr Nutzungsprofil nicht beziffern.
Die API verbindet, das Ziel bestimmen Sie
Eine API ist eine dokumentierte Software-Schnittstelle, über die freigegebene Daten gelesen und erlaubte Aktionen ausgelöst werden können. Der Zugriff auf die Zaptec API richtet sich nach den Berechtigungen im Portal (Zaptec-API integrieren).
Für eine Solarsteuerung über die API muss die Installation online sein und im Modus Default Charging arbeiten. Beim dreiphasig angeschlossenen Go 2 dokumentiert Zaptec außerdem die Steuerung zwischen ein- und dreiphasigem Betrieb. Ob das in Ihrem Fall funktioniert, muss mit Fahrzeug und Anlagenkonfiguration geprüft werden.
Halten Sie fest, in welcher Oberfläche Sie Ihren Ladebedarf eingeben und wer die Integration betreut. Vergeben Sie nur die notwendigen Zugriffsrechte und lassen Sie die technische Einrichtung vom zuständigen Integrator durchführen.
Mit externem Lademanagement ändern sich Rollen
OCPP verbindet die Wallbox mit dem System eines Betreibers. Bei einer direkten OCPP-1.6J-Verbindung übernimmt die externe Zentrale die Steuerung; das erweiterte Last- und Phasenmanagement von Zaptec wird in diesem Modus nicht unterstützt.
Bei OCPP Cloud bleibt dagegen das Zaptec-Energiemanagement aktiv. Der Fremdanbieter bindet sich vor allem für die Authentifizierung und die Verarbeitung der Ladevorgänge an (Zwei Zaptec-OCPP-Varianten).
Legen Sie deshalb die gewünschte Aufgabe und die Verbindungsart gemeinsam fest. Wenn mehrere Automatisierungen beteiligt sind, benötigt jede davon eine klar abgegrenzte Zuständigkeit. Prüfen Sie außerdem die Unterstützung durch Modell und Firmware.
Nehmen Sie das System in drei Situationen ab
Testen Sie zuerst das normale Laden mit PV-Überschuss, danach eine geänderte Abfahrtszeit und schließlich einen manuellen Eingriff. Klären Sie außerdem, was bei einem Verbindungsabbruch geschieht und wie das System anschließend wieder anläuft.
Bei der Übergabe müssen Messquelle, Bedienoberfläche und Supportzuständigkeit eindeutig dokumentiert sein. So stützt sich die Automatisierung auf ein nachvollziehbares und vor Ort geprüftes Zusammenspiel der Komponenten.
Möchten Sie Zaptec in Ihr PV-Smart-Home einbinden?
Nennen Sie auf unserer Kontaktseite den Wechselrichter, das Energiemanagement, das Zaptec-Modell und die Aufgabe, die automatisiert werden soll. Wir besprechen mit Ihnen, welche Produkt- und Integrationsmöglichkeiten dafür infrage kommen.

