Bei der Abrechnung an einem Gemeinschaftsparkplatz stellt früher oder später jemand eine einfache Frage: Wie setzt sich mein Monatsbetrag zusammen? Ein gutes System zeigt neben der Endsumme auch die zugehörigen Ladevorgänge, die gemessene Energie und den angewandten Preis. So kann jeder den eigenen Anteil nachvollziehen.
Vereinbaren Sie deshalb vor dem ersten Ladevorgang, wie gemessen wird, wie die Bewohner identifiziert werden und nach welchem Ablauf der Monatsabschluss erfolgt.
Unterschiedliche Nutzung zeigt sich im Verbrauch
In unserem Beispiel nutzen drei Bewohner dasselbe Ladesystem. Eine Person pendelt täglich, die zweite arbeitet häufig im Homeoffice und die dritte fährt nur gelegentlich. Deshalb unterscheiden sich ihre Energiemengen am Monatsende.
Das System muss diese Unterschiede nachvollziehbar abbilden: Für jeden Ladevorgang sollte erkennbar sein, wer geladen hat und wie viel Energie gemessen wurde. Wird eine gemeinsame Karte verwendet, ist zusätzlich eine verlässliche Zuordnungsliste erforderlich.
Der aktuelle Zaptec Pro misst Verbrauch mit integriertem MID-Zähler (Zaptec Pro). Zugangsverwaltung und Abrechnung verknüpfen jeden Ladevorgang mit einem Nutzer und dem angewandten Preis.
Ein Monatsbericht, den jeder nachrechnen kann
Im Beispiel betragen die abgeschlossenen Ladevorgänge der drei Bewohner 210, 160 und 90 kWh. Gerechnet wird mit € 0,30/kWh. Dieser frei erfundene Preis ist weder ein aktueller Tarif noch ein Angebot; dargestellt wird ausschließlich der daraus berechnete Energiewert.
| Bewohner | Monatsenergie | Rechnung | Energiewert |
|---|---|---|---|
| A | 210 kWh | 210 × 0,30 | € 63,00 |
| B | 160 kWh | 160 × 0,30 | € 48,00 |
| C | 90 kWh | 90 × 0,30 | € 27,00 |
| Gesamt | 460 kWh | 460 × 0,30 | € 138,00 |
Fragt Bewohner C nach dem eigenen Betrag, ruft der Betreiber die zugehörigen Ladevorgänge auf. Diese ergeben zusammen 90 kWh; mit dem für den Zeitraum festgelegten Preis lässt sich der Betrag von € 27,00 jederzeit erneut berechnen.
Für die anderen Bewohner gilt dasselbe. Fragen zu einem Ladevorgang werden anhand der jeweiligen Datenzeile geklärt, nicht aus dem Gedächtnis.
Vier zusammengehörige Daten bilden die Grundlage
Der Bericht muss zeigen, wer in welchem Zeitraum wie viele kWh verbraucht hat und welcher Einheitspreis angewandt wurde. Die Kennung des jeweiligen Ladevorgangs führt bei Bedarf zu den Einzelheiten.
Im Zaptec Portal können Sie Daten nach Installation, Ladegerät und Nutzer filtern und exportieren (Zaptec Portal und Berichte). Speichern Sie beim Monatsabschluss sowohl den betrachteten Zeitraum als auch den dafür angesetzten Preis.
Grundgebühren, Parkkosten oder andere gemeinschaftliche Kosten sollten als eigene Positionen nach einer vorab vereinbarten Regel ausgewiesen werden. So bleibt erkennbar, welcher Teil des Betrags unmittelbar vom persönlichen Verbrauch abhängt.
Was, wenn der zentrale Zähler abweicht?
Steigt der zentrale Zähler im selben Zeitraum um 500 kWh, während die erfassten Ladevorgänge zusammen 460 kWh ergeben, bleibt eine Differenz von 40 kWh. Bevor sie verteilt oder berechnet wird, muss ihre Ursache geklärt werden.
Prüfen Sie zuerst, ob beide Auswertungen genau denselben Zeitraum abdecken. Klären Sie danach, welche Verbraucher der zentrale Zähler erfasst, und kontrollieren Sie schließlich, ob alle Ladevorgänge vollständig in den Bericht übernommen wurden.
Die 40 kWh beweisen für sich genommen weder einen bestimmten Verlust noch einen Mehrverbrauch eines Bewohners. Dokumentieren Sie die gefundene Ursache und wie die Abweichung nach der vereinbarten Regel behandelt wurde.
So verstehen die Bewohner, warum der Betreiber eine Abweichung prüft und wie sie geklärt wird.
Prüfen Sie den ganzen Weg von Messung bis Abrechnung
Messung, Zugangsverwaltung, Preisberechnung und Zahlung können von unterschiedlichen Systemen übernommen werden. Fordern Sie deshalb ein vollständiges Monatsbeispiel an, das den Weg von der Nutzerkennung bis zum fertigen Bericht zeigt.
Zaptec nennt Abrechnungs- und Buchhaltungssysteme als mögliche Ziele einer API-Integration (Zaptec-API-Integration). Das beschreibt eine mögliche Softwareverbindung; die deutschen Anforderungen an Messung, Rechnungsstellung und steuerliche Behandlung sind für den gewählten Dienst gesondert zu klären.
Der MID-Zähler erfasst den Verbrauch. Zugangsverwaltung, Preisberechnung und Abrechnung müssen zusätzlich zum Betreiber- und Nutzungskonzept des Standorts passen.
Bereiten Sie den Betrieb mit einem Probemonat vor
Legen Sie einen festen Zeitpunkt und eine verantwortliche Person für den Monatsabschluss fest. Erstellen Sie anschließend mit drei unterschiedlichen Nutzern einen Musterbericht und prüfen Sie sowohl die Summe der gemessenen Energie als auch den verwendeten Preis.
Testen Sie außerdem die Aufnahme eines neuen Nutzers: Vergeben Sie einen eigenen Zugang, erläutern Sie die Bedingungen und kontrollieren Sie, ob der erste Ladevorgang im Bericht richtig zugeordnet wird. So bleibt der Ablauf auch bei wachsender Nutzerzahl übersichtlich.
Planen Sie Ladepunkte für einen Gemeinschaftsparkplatz?
Nennen Sie auf unserer Kontaktseite die erwartete Zahl der Nutzer und Ladepunkte sowie die Person oder Stelle, die den Monatsbericht erstellt. Wir besprechen mit Ihnen, welche Zaptec-Pro-Lösung zu Ihren Anforderungen an Messung und Verwaltung passt.

